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Sizilien Sehenswürdigkeiten

 

„Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist der Schlüssel zu allem.“ So schrieb Goethe auf seiner Italienreise im Jahr 1787.  Typisch italienisch und doch ganz anders: zahlreiche Kontraste bestimmen Sizilien – landschaftliche, kulturelle und kulinarische.

 

Sizilien Sehenswürdigkeiten

 

„Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist der Schlüssel zu allem.“ So schrieb Goethe auf seiner Italienreise im Jahr 1787.  Typisch italienisch und doch ganz anders: zahlreiche Kontraste bestimmen Sizilien – landschaftliche, kulturelle und kulinarische.

Landschaftliche Sehenswürdigkeiten – Natur und Baden

Schon immer galt die Sonneninsel als eine blühende Landschaft. So zeigt sich der südlichste Zipfel Italiens gerade im Frühling von seiner besten Seite, wenn ungezählte Mandelbäume die Insel in ein wahres Blütenmeer tauchen. Neben architektonischen Meisterwerken locken verträumte Fischerdörfer und einsame Naturreservate.

Liebliche Zitronenhaine findet man überall auf der Insel, vor allem aber auf dem fruchtbaren Lavaboden unterhalb des majestätischen Ätnas, dem Wahrzeichen Siziliens und größtem Vulkan Europas. Der Regionalpark Ätna mit seinen fast 60.000 ha ist einer der größten Naturparks Italiens. Eine geführte Tour auf den Vulkan zählt mit Sicherheit zu den aufregendsten Erlebnissen eines Sizilienurlaubs.

Windgepeitschte Macchia und traumhafte Dünenlandschaften ziehen den Besucher im Südosten, südlich von Taormina, in den Bann. Hier liegen einige der schönsten Sandstrände Siziliens – kilometerlang, weit und flach abfallend sind sie ein Paradies für kleine und große Wasserratten, wie etwa der Strand von San Lorenzo/Marzamemi oder die Strände rund um das Capo Passero, der südlichsten Spitze Siziliens.

Das Naturreservat Oasi di Vendicari im Südosten der Insel bildet eine einzigartige Küstenlandschaft. Dünen, Sandbuchten, Waldgebiete und Lagunenseen bieten seltenen Tieren, wie Flamingos, Kraniche, Pelikane und Sumpfschildkröten eine Heimat. Die Bucht Cala Mosche in der Oasi Vendicari zählt ebenfalls zu den schönsten Stränden Siziliens.

Die Totenstadt Pantalica (ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe) und die Anapo-Schlucht bei Syrakus sind zwei hochinteressante, natürliche Sehenswürdigkeiten und laden wie alle Naturreservate zum Wandern ein.

Das italienische Gegenstück zum Grand Canyon ist die Cava Grande del Cassibile nahe des Städtchens Avola. Üppige Macchia, duftender Oleander und riesige Plantanen säumen den Abstieg in das Flusstal des Cassibile. In der 250 m tiefen Schlucht laden Wasserbecken zum erfrischenden Bade (Bitte auf Badeverbote achten!), die aufgeheizten Felsen zum anschließenden Sonnen ein.

Im wenig besiedelten Landesinneren schafft die Bergwelt mit ihren Tälern, Schluchten und kargen Hochplateaus eine fast mystische Atmosphäre, in den Bergdörfern scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Der Nordwesten bei Palermo glänzt mit einer beeindruckend grünen Hügellandschaft und karibischen Stränden, wie den Bilderbuchstrand in San Vito Lo Capo. Sehenswert ist vor allem der Naturpark „Riserva dello Zingaro“ bei Scopello, einem geschützten Gebiet am Meer mit einsamen Buchten und kristallklarem Meer.

Unweit vom Zingaro-Park mit Blick auf die Ägadischen Inseln befindet sich das Naturschutzgebiet rund um den Monte Cofano. Wanderer und Mountainbiker kommen dort voll auf ihre Kosten.

Keinesfalls entgehen lassen sollte man sich einen Abstecher zu den Salinen, den Salzgärten mit ihren pittoresken Windmühlen, im Gebiet zwischen den Hafenstädten Marsala und Trapani.

Auch die Inseln um Sizilien lohnen einen Besuch: von Sizilien aus leicht erreichbar sind z.B. die Liparischen Inseln und die Ägadischen Inseln.

Im nachfolgenden finden Sie eine Liste der landschaftlichen Highlights Siziliens, in der Nähe von Taormina und Palermo:

-    Ätna
-    Oasi Vendicari
-    Pantalica
-    Anapo-Schlucht
-    Cava Grande del Cassibile
-    Riserva dello Zingaro
-    Monte Cofano
-    Salzgärten „Saline“
-    Ägadische Inseln
-    Liparische Inseln

Kulturelle Sehenswürdigkeiten - Eindrucksvolle Zeugen aus vergangenen Zeiten

Zeugen aus vergangener Zeit begegnet man auf Italiens größter Insel auf Schritt und Tritt.
Taormina, das berühmte Städtchen hoch über dem Meer an den Ausläufern des Ätna bietet eine hinreißende Kulisse – sei es bei einer Veranstaltung im Amphitheater, beim traumhaften Blick über die Ostküste oder bei einem Bummel durch die kleinen Gassen.

Auch Syrakus mit seiner auf einer Insel gelegenen Altstadt Ortigia und die Barockperlen Noto und Modica gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und lohnen, entdeckt zu werden.

Agrigent und das Tal der Tempel sind für Freunde der Antike ein Muss. Zu Recht und mit ehrwürdigem Stolz tragen die imposanten Ruinen die Auszeichnung „Unesco-Weltkulturerbe der Menschheit“.

Der Nordwesten Siziliens bei Palermo wartet mit nicht weniger interessanten Sehenswürdigkeiten auf.  Der Tempel von Segesta zum Beispiel gehört zusammen mit Agrigent zu den besterhaltenen griechischen Kultstätten Siziliens.

Das mittelalterliche Städtchen Erice thront hoch über Trapani. In der Antike war der Ort Ziel von Pilgerreisen und sollte auch heute noch auf dem Programm von Sizilien-Reisenden stehen.

Ein Meisterwerk normannischer Baukunst ist das Kloster von Monreale mit Normannendom und beeindruckendem Kreuzgang bei Palermo.

Überblick über die kulturellen Sehenswürdigkeiten Siziliens bei Taormina und Palermo:

-    Taormina
-    Syrakus
-    Modica
-    Noto
-    Agrigent
-    Segesta
-    Erice
-    Monreale

Ein Schmelztiegel der Kulturen

So vielfältig wie die Landschaft und die Sehenswürdigkeiten der Insel gibt sich auch der Sizilianer. Der Dichter Angelo Fiore meinte zum Versuch, die sicilianità zu beschreiben, dass es „fünf Millionen Sizilien“ gäbe, ebenso viele wie Einwohner. Im sizilianischen Schmelztiegel der Kulturen findet der Besucher Einflüsse von Griechen, Römern, Arabern, Normannen, Staufern, Spaniern und Franzosen.

Süditalienische Gastfreundschaft, das Feiern farbiger, lebhafter Feste und das Hochhalten religiösen Brauchtums aber zählen sicherlich zu den Eigenschaften der Insulaner.

Kulinarisch vereint Sizilien die Kochkünste seiner Vorfahren: neben der klassischen mediterranen Küche findet man des Öfteren Couscous auf der Speisekarte, auch bei den lecker-süßen dolci machen sich arabische Erbschaften bemerkbar.

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