
Barocke Kirchenstadt auf weißem Kalkplateau
Ispica liegt im Südosten Siziliens. Die bis 1935 noch Spaccoforno genannte Stadt verdankt seitdem der nahe gelegenen Schlucht ihren Namen – Cava d’Ispica.
13 km lang, endet diese bei Ispica, und bis zum großen Erdbeben 1693 lag die Siedlung sogar in ihr.

Auf einem weißen Kalkplateau gelegen und von fruchtbarer Landschaft umgeben, erscheint Ispica, neu aufgebaut, nun in barocker Pracht.
Einen Blick wert ist vor allem die Basilicata Santa Maria Maggiore am gleichnamigen Platz, die an den Decken mit Stuck dekoriert und mit Fresken von Olivio Sozzi versehen ist.

Ausflug in die barocke Umgebung
Kulturinteressierte sollten die Gelegenheit nutzen und dem nur einen Katzensprung entfernten Mòdica einen Besuch abstatten. Mit Ihren engen Treppengassen und der gelungenen Anpassung an die wildromantische Landschaft, wurde die Stadt von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Markanter Blickfang ist die Kastellruine mit dem auffällig großen Uhrturm. Auch das nahe am Meer gelegene Scicli darf sich wegen seiner phantasievollen Gebäude und schön angelegten Plätze mit dem Titel „Weltkulturerbe“ schmücken.

Weite Sandstrände und das Naturreservat des Flusses Irminio
Nicht nur Kultururlauber kommen in der Umgebung Ispicas auf ihre Kosten. Wasserratten finden an den weiten Sandstränden zwischen Portopalo, Santa Marina del Focallo und Scoglitti traumhafte Bedingungen.
Die Riserva del Fiume Irminio ist nach dem gleichnamigen Fluss benannt, der zwischen Marina di Ragusa und Donnalucata ins Meer mündet. Dünenstrände, an denen man auch herrlich baden kann, die typische „macchia mediterranea“ und seltene Tiere machen den Reiz des Naturreservats aus.