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Ausflugsziele im Südosten Siziliens


Vom majestätischen, ab und an feuerspeienden Ätna bis hin zu den von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgezeichneten Barockstädten im Valle di Noto reichen die unzähligen Sehenswürdigkeiten im Südosten der Insel.

 

Ausflugsziele im Südosten Siziliens


Vom majestätischen, ab und an feuerspeienden Ätna bis hin zu den von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgezeichneten Barockstädten im Valle di Noto reichen die unzähligen Sehenswürdigkeiten im Südosten der Insel.

Beeindruckender Ätna

Mit seinen fast 60.000 ha ist der Parco Regionale dell’Etna einer der größten Regionalparks Italiens. Die vielen, je nach Höhenlage unterschiedlichen Klimazonen mit ihrer vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt sind die Besonderheit des Parks. Eine geführte Tour auf den Vulkan zählt mit Sicherheit zu den aufregendsten Erlebnissen eines Sizilienurlaubs. Unser Tipp: Besteigen Sie den Ätna frühmorgens. Meist ist die Sicht dann am besten. An klaren Tagen blicken Sie über die gesamte Insel.

Pantalica – Das Tal der Toten

Pantalica war eine der ersten Siedlungen im Osten Siziliens und erlangte zwischen dem 13. und 8. Jahrhundert vor Christus als Hauptstadt eines kleinen Königsreiches bereits früh an Bedeutung. Der Name Pantalica stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Grotte“.

Die Nekropolis von Pantalica befindet sich im Hinterland von Syrakus in fantastischer Lage, eingebettet in eine natürliche Theaterform aus Fels und zählt rund 5000 Gräber aus prähellenistischer Zeit. Mit der griechischen Besiedelung ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. begann der Niedergang der Stadt.

2005 wurde sie von der UNESCO zusammen mit dem nahegelegenen Syrakus zum Weltkulturerbe erklärt.

Unser Tipp: Nach der Besichtigung der in Fels geschlagenen Höhlen können Sie im Fiume Calcinara ein erfrischendes Bad nehmen.

Cava Grande del Cassibile

Auch als sizilianischer Grand Canyon bezeichnet - die Cava Grande im Hinterland von Avola begeistert Wanderer mit kaskadenartigen Wasserbecken.

Umgeben von mediterraner Vegetation lässt sich hier abseits des Strandtrubels die wohltuende Ruhe der sizilianischen Hügellandschaft genießen.

Noto Antica

Circa 10 km vom heutigen Noto entfernt, liegt auf dem Alveria-Hügel das alte Noto Antica. Reste aus griechischer, frühchristlicher, hebräischer, byzantinischer, arabischer und normannischer Zeit bis hin zum Jahr 1693, als ein gewaltiges Erdbeben die Bewohner zur Umsiedlung zwang, können hier besichtigt werden. Das zerstörerische Erdbeben veranlasste manche Wissenschaftler gar dazu, den Ort als „Mittelalterliches Pompeji“ zu bezeichnen.

Ein Mix aus unterschiedlichen Ruinen katapultiert den Besucher von Noto Antica in längst vergangene Zeiten. Begleitet von Schafherden, spazieren Sie durch die ehemalige Siedlung vorbei an Überresten verschiedenster Epochen, wie etwa die Ruine des ehemaligen Castello Reale (auf Deutsch: „königliches Schloss“), den Torre Maestra von 1431 oder die beeindruckende Ringmauer aus dem 11.-16. Jahrhundert.

Sehenswert sind auch die Grotten „Grotta delle Cento Bocche“ (auf Deutsch: „ Grotte der 100 Münder“) aus frühchristlicher Zeit und die „Grotta del Carciofo“ (auf Deutsch: „Grotte der Artischocke“), eine der seltenen hebräischen Katakomben.

Die Schotterstraße, die durch Noto Antica führt, bringt Sie schließlich zum Eremo di S. Corrado fuori le Mura, einer im zauberhaften Tal „Valle dei Miracoli“ gelegenen Wallfahrtskirche aus dem 16. Jahrhundert.

Noto Antica sollte man vor allem in der Nebensaison, wenn die Temperaturen noch angenehm sind, besuchen. Ihr Auto können Sie auf einem Parkplatz am Eingangstor abstellen.

Oasi di Vendicari

Siziliens größtes Feuchtgebiet erstreckt sich von Noto im Norden bis fast nach Marzamemi im Süden. Verschiedenen Umweltorganisationen ist es zu verdanken, dass das Gebiet unter Naturschutz gestellt wurde.

Besucher können den Park nur zu Fuß erkunden und die zahlreichen Vogelarten bis hin zu Flamingos und Störchen beobachten. Mit seinen mehr als 200 Vogelarten ist die Oasi di Vendicari ein Paradies für Ornithologen!

Die Cala Mosche, eine der schönsten Sandbuchten Siziliens, ist ein idealer Ort zum Pausieren und um in die kühlen Fluten springen.

Palazzolo Acreide

Das ehemalige „Akrai“ (auf Deutsch: Hügel) wurde 664 vor Christus von den Syrakusanern zum Schutz der Handelswege zu den südsizilianischen Städten gegründet. Der spektakulär auf einem Hügel bei Noto in den Monti Iblei gelegene Ort bietet dem Besucher neben atemberaubenden Panoramaaussichten auf die umliegende Berglandschaft Einblicke in die verschiedensten Epochen des Altertums.

Unter der Herrschaft von Hieron II., König von Syrakus, wurde im damaligen Akrai eines der heute besterhaltenen Theater der Antike errichtet. Im Bereich des ganzjährig geöffneten Ausgrabungsgebietes können zudem zwei Tempel sowie Reste antiker Steinbrüche mit Wohnhöhlen und Gräbern besichtigt werden.

Nach dem Dornröschenschlaf im Mittelalter, erlangte die Stadt durch den Bau einer Burg mit dem Namen Palazzolo durch die Normannen im 12. Jahrhundert neue Bedeutung.

Von dem verheerenden Erdbeben 1693, das die gesamte Region Südostsiziliens zerstörte, ließen sich die Bewohner der Stadt nicht entmutigen und bauten diese in neuer barocker Pracht wieder auf.

Bei einem Rundgang zusammen mit dem Eigentümer unseres Ferienhauses Villa Nora in Fontane Bianche, der uns an seinem Wissen über die Stadtgeschichte teilhaben ließ, überzeugten wir uns selbst von der Schönheit des Ortes. Auffallend sind die zahlreichen barocken Gotteshäuser mit ihren wunderschönen Intarsien und den Marmorelementen wie die Chiesa dell’Annunziata oder der Hauptdom San Sebastiano mit großer Freitreppe.

Nicht ohne Grund ernannte die UNESCO 2002 die Stadt zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Kulinarisch überzeugt der Bergort unter anderem durch die in Palazzolo erfundenen scharfen Wurst „salsiccia secca del Palazzolo“ sowie weiteren köstlichen, aber eher fleisch- und gemüselastigen Gerichten. Gemüsefans legen wir die „Caponata“ ans Herz, einem Gericht aus Auberginen, Karotten, Sellerie, Kapern, Zwiebeln, Eiern und Mandeln, verfeinert mit einem speziellen Sugo aus Weißweinessig. Buon appetito!

Unser Tipp:

Kosten Sie in der Pizzeria Tancredi in der Via Pietro Messina, 29, die im Jahr 2015 sogar die Weltmeisterschaft im Pizzabacken gewann, die einzigartige „Scrochiarella“, eine Pizza mit der ortstypischen scharfen Wurst und verschiedenen Gemüsearten.

Ragusa Ibla

Ragusa, weiter südlich gelegen, wird von tiefen Schluchten im Kalkfels der Monti Iblei geprägt. Das Wachstum des Ortes musste sich deshalb über Jahrhunderte mit den geographischen Gegebenheiten arrangieren.
Entstanden ist eine dreigeteilte Stadt. Die älteste und kleinste Zone, das barocke Ibla, ist mit Abstand am eindrucksvollsten.

Für den Besucher liegt deshalb dort der Mittelpunkt des Interesses: Seine Fülle barocker Kirchen und Paläste und seine romantische Atmosphäre machen Ibla zu einem reizvollen Ausflugsziel.
Bei einem Besuch von Ragusa-Ibla darf ein Spaziergang in den "Giardini Iblei" am östlichen Ende des Corso XXV. Aprile nicht fehlen.

Die reizvolle Gartenanlage lädt zu einer Pause ein. An ihrem Ende hat man einen guten Ausblick auf das unterhalb liegende Tal des Fiume Irminio und die umgebenden Schluchten.